Ein integriertes Managementsystem (IMS) vereint mehrere Managementsysteme, etwa für Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz, Energie und Informationssicherheit, in einem einzigen, abgestimmten System. Dadurch werden Prozesse, Ressourcen und Dokumentation gemeinsam gesteuert und Doppelarbeit vermieden.
Definition
Ein integriertes Managementsystem bündelt die Anforderungen mehrerer Managementsystemnormen in einer einheitlichen Struktur. Statt getrennter Systeme für Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz, Energie und Informationssicherheit gibt es gemeinsame Politiken, Ziele, Prozesse, Verantwortlichkeiten und dokumentierte Informationen. Möglich wird dies durch die High Level Structure, die allen relevanten Normen dieselbe Grundstruktur gibt. Ein IMS bietet Vorteile wie einen umfassenden Überblick, eine effizientere Ressourcenzuweisung, weniger widersprüchliche Informationen und geringere Dokumentations- und Auditkosten. Interne Audits und Managementbewertungen können normübergreifend durchgeführt werden. Die Zertifizierung erfolgt häufig als kombinierte Zertifizierung gegen mehrere Normen in einem Audit. Ein IMS erfordert eine klare Abstimmung der Ziele und eine konsequente Einbindung der obersten Leitung.
Praxisbezug
Ein KMU mit ISO 9001 und ISO 45001 erweitert sein System um ISO 14001. Statt dreier Handbücher führt es ein gemeinsames Managementsystemhandbuch, eine Prozesslandkarte und einen einheitlichen Auditplan. Ein integriertes Audit deckt alle drei Normen ab und spart Zeit und Kosten.
Normbezug
ISO 9001:2015 Klausel 4.4 sowie die Normen ISO 14001, ISO 45001, ISO 27001 und ISO 50001; Auditierung nach ISO 19011.