Metadatenmanagement ist die systematische Erfassung, Pflege und Bereitstellung von Metadaten, also Daten über Daten. Es dokumentiert Herkunft, Bedeutung, Struktur und Nutzung von Daten und schafft Transparenz über die Datenlandschaft.
Definition
Metadaten sind Daten über Daten. Sie beschreiben, was ein Datenelement bedeutet, woher es stammt, wie es strukturiert ist, wer es nutzt und welche Regeln gelten. Man unterscheidet technische Metadaten (Formate, Schemata, Speicherorte), fachliche Metadaten (Definitionen, Geschäftsregeln) und Betriebsmetadaten (Herkunft, Änderungshistorie, Nutzung). Metadatenmanagement erfasst und pflegt diese Informationen systematisch, häufig in einem Datenkatalog. Es schafft Transparenz über die Datenlandschaft, erleichtert die Auffindbarkeit und das Verständnis von Daten, unterstützt die Wirkungsanalyse bei Änderungen und ist Voraussetzung für Data Lineage, also die Nachverfolgung des Datenflusses. Für Data Governance, Datenschutz und KI-Projekte ist ein gepflegter Datenkatalog eine zentrale Arbeitsgrundlage.
Praxisbezug
Ein Unternehmen führt einen Datenkatalog ein, in dem jede wichtige Datenquelle mit Beschreibung, Verantwortlichem, Herkunft und Schutzbedarf dokumentiert ist. Neue Mitarbeitende finden so schnell die richtigen Daten, und die Datenschutzfolgenabschätzung greift auf die dokumentierte Herkunft zurück.
Normbezug
DAMA-DMBOK; ISO/IEC 11179 (Metadaten)