Glossar-Begriff · Datenmanagement

Stammdatenmanagement

Kurz:

Stammdatenmanagement (Master Data Management, MDM) ist die Disziplin, die zentralen Geschäftsobjekte wie Kunden, Produkte, Lieferanten und Materialien einheitlich, konsistent und eindeutig über alle Systeme hinweg zu pflegen und bereitzustellen.

Definition

Stammdatenmanagement sichert die Konsistenz und Eindeutigkeit der wichtigsten Geschäftsobjekte eines Unternehmens. Stammdaten sind die relativ stabilen Kerndaten wie Kunden, Lieferanten, Artikel, Materialien und Mitarbeiter, die in vielen Prozessen und Systemen verwendet werden. Ohne zentrales Management entstehen Dubletten, widersprüchliche Angaben und Pflegefehler über verteilte Systeme hinweg. MDM etabliert ein führendes System oder einen zentralen Datenpool, definierte Pflegeprozesse mit Verantwortlichkeiten, Validierungsregeln und einen Abgleich mit den angeschlossenen Systemen. Ziel ist eine einheitliche, vertrauenswürdige Datenbasis für Prozesse, Berichte und Analysen. MDM ist ein zentraler Baustein der Data Governance und Voraussetzung für Digitalisierung und Automatisierung.

Praxisbezug

Ein Handelsunternehmen mit ERP-, CRM- und Onlineshop-System führt ein zentrales Stammdatenmanagement für Artikel ein. Neue Artikel werden einmal im führenden System angelegt, validiert und automatisch an die angeschlossenen Systeme verteilt, wodurch Preis- und Bestandsfehler deutlich sinken.

Normbezug

DAMA-DMBOK; ISO 8000 (Stammdaten)

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