Glossar-Begriff · Risiko & Compliance

Rechts-Monitoring

Kurz:

Rechts-Monitoring ist der fortlaufende Prozess, mit dem die Organisation Änderungen der für sie geltenden rechtlichen Anforderungen beobachtet, bewertet und in ihr Rechtskataster einpflegt. Es stellt sicher, dass die Organisation stets über aktuelle Rechtslage und neue Pflichten informiert ist.

Definition

Rechts-Monitoring bezeichnet die systematische und fortlaufende Beobachtung der Rechtsentwicklung, um neue, geänderte oder aufgehobene rechtliche Anforderungen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Die Organisation muss sicherstellen, dass sie Zugang zu den aktuellen rechtlichen Verpflichtungen und anderen Anforderungen hat, die für ihre Tätigkeiten gelten. Dazu gehören Gesetze, Verordnungen, technische Regeln, Genehmigungen und Auflagen von EU, Bund und Ländern. Das Rechts-Monitoring umfasst die regelmäßige Prüfung von Quellen, die Bewertung der Relevanz für die eigene Organisation, die Aktualisierung des Rechtskatasters sowie die Information der betroffenen Verantwortlichen. Auf diese Weise können neue Pflichten rechtzeitig in Maßnahmen überführt und Compliance-Risiken vermieden werden.

Praxisbezug

Ein Dienstleister beauftragt seinen QMB, monatlich die einschlägigen Quellen zu Rechtsänderungen zu sichten. Bei einer neuen Verordnung zur Betriebssicherheit prüft er die Betroffenheit, ergänzt das Rechtskataster und informiert die Abteilungsleiter. So bleibt das Unternehmen auch ohne eigene Rechtsabteilung auf dem aktuellen Stand.

Normbezug

ISO 14001:2015 Kl. 6.1.3

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