Ein Data Warehouse ist eine zentrale, für Analysen optimierte Datenbank, in die Daten aus verschiedenen Quellsystemen integriert, bereinigt und historisiert werden. Es bildet die verlässliche Basis für Berichte, Kennzahlen und Business Intelligence.
Definition
Ein Data Warehouse (DWH) ist ein zentrales Datenspeichersystem, das Daten aus unterschiedlichen operativen Quellsystemen wie ERP, CRM und Produktion zusammenführt. Die Daten werden über definierte ETL- oder ELT-Prozesse extrahiert, transformiert, bereinigt und in einer für Analysen optimierten Struktur gespeichert, in der Regel historisiert. Das DWH trennt die analytische Verarbeitung vom operativen Betrieb, sodass Auswertungen die Produktivsysteme nicht belasten. Es schafft eine einheitliche, konsistente Datenbasis für Berichte, Kennzahlen, Dashboards und Business Intelligence. Die Qualität der Daten im DWH hängt entscheidend von Data Governance und Datenqualitätsmanagement ab. Ein DWH ist häufig die Grundlage für Management-Kennzahlen und datenbasierte Entscheidungen.
Praxisbezug
Ein produzierendes Unternehmen führt ein Data Warehouse ein, um Kennzahlen aus ERP, Fertigung und Vertrieb zu vereinheitlichen. Nächtlich werden die Daten integriert und bereinigt; die Geschäftsführung greift morgens auf ein einheitliches Dashboard zu, statt widersprüchliche Zahlen aus drei Systemen zu vergleichen.
Normbezug
DAMA-DMBOK (Data Warehousing und Business Intelligence)