Ein Notfallplan ist ein dokumentiertes Handlungskonzept für den Umgang mit Störungen, Ausfällen und Krisen. Er legt fest, wer im Notfall welche Maßnahmen ergreift und wie der Betrieb wiederhergestellt wird. Er wird regelmäßig geübt und aktualisiert.
Definition
Ein Notfallplan ist ein dokumentiertes Handlungskonzept, das die Reaktion auf Störungen, Ausfälle und Krisen festlegt. Er definiert Verantwortlichkeiten, Alarmierungswege, Kommunikationsregeln und konkrete Maßnahmen zur Schadensbegrenzung. Der Plan beschreibt, wie kritische Prozesse aufrechterhalten oder schnell wiederhergestellt werden können. Er umfasst technische, organisatorische und personelle Maßnahmen sowie die Benachrichtigung interner und externer Stellen. Notfallpläne müssen regelmäßig überprüft, geübt und an veränderte Bedingungen angepasst werden. Sie sind ein zentraler Bestandteil des Notfallmanagements und der Geschäftskontinuität. Im Kontext der Informationssicherheit decken sie auch Cyberangriffe und Datenverluste ab. Die Anforderungen finden sich in ISO/IEC 27001 und in der Automobilnorm IATF 16949.
Praxisbezug
Ein Zulieferer erstellt einen Notfallplan für den Ausfall seiner Produktionsanlage. Der Plan legt fest, dass die Produktionsleitung innerhalb von 30 Minuten alarmiert wird und Ersatzmaschinen eines Kooperationspartners genutzt werden können. Der Plan wird jährlich geübt. Nach einem Brand kann das Unternehmen die Lieferfähigkeit dank des Plans innerhalb von zwei Tagen wiederherstellen.
Normbezug
ISO/IEC 27001:2022, Anhang A.5.29; IATF 16949:2016, Klausel 6.1.2.3