Glossar-Begriff · Kennzahlen & Verbesserung

Benchmarking

Kurz:

Benchmarking ist ein systematischer Vergleich eigener Prozesse, Produkte oder Kennzahlen mit denen anderer Organisationen oder mit internen Referenzwerten, um Leistungslücken zu erkennen und Verbesserungen abzuleiten. Ziel ist es, vom Klassenbesten zu lernen.

Definition

Benchmarking ist eine Mess- und Analysetätigkeit, bei der die Organisation ihre Praktiken innerhalb oder außerhalb des Unternehmens sucht und vergleicht, um die Leistung zu verbessern. Es kann auf Politiken, Strategien, Ziele, Prozesse, Produkte oder Organisationsstrukturen angewendet werden. Man unterscheidet internes Benchmarking (Vergleich eigener Abteilungen) und externes Benchmarking (Vergleich mit Wettbewerbern, Branchendurchschnitten oder Best-Practice-Organisationen). Der Vergleich erfolgt über Kennzahlen und qualitative Merkmale. Aus den Unterschieden werden Verbesserungsoptionen abgeleitet. Benchmarking ist eher strukturierend und dient der Maßnahmenableitung als einer umfassenden Wirkungsbewertung. Wichtig ist, dass die Vergleichswerte belastbar und vergleichbar sind. Benchmarking unterstützt die fortlaufende Verbesserung und liefert wertvolle Eingaben für die Managementbewertung.

Praxisbezug

Ein Lohnfertiger vergleicht seine Ausschussquote und Liefertreue mit den Branchendurchschnittswerten eines Verbands. Dabei stellt er fest, dass seine Nacharbeitsrate deutlich über dem Durchschnitt liegt. Er besucht einen Best-Practice-Betrieb und übernimmt dessen Prüfmethodik, wodurch die Fehlerquote sinkt.

Normbezug

Kein Begriff der ISO 9000:2015; die Methodik beschreibt ISO 10014. Als Vergleichsinstrument wird Benchmarking in der Leistungsbewertung (ISO 9001:2015, Abschnitt 9.1) genutzt.

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