Glossar-Begriff · Weitere QM-Methoden

Six Sigma

Kurz:

Six Sigma ist eine datengetriebene Methode zur Prozessverbesserung und Fehlerreduktion. Ziel ist ein Qualitätsniveau von maximal 3,4 Fehlern pro einer Million Möglichkeiten. Die Umsetzung folgt dem strukturierten DMAIC-Zyklus.

Definition

Six Sigma ist eine Methode zur systematischen Verbesserung von Prozessen auf Basis statistischer Analysen. Der Name bezieht sich auf das statistische Ziel, dass Prozessergebnisse so stabil sind, dass zwischen Prozessmitte und Toleranzgrenze sechs Standardabweichungen liegen, was rechnerisch 3,4 Fehlern pro einer Million Möglichkeiten entspricht. Verbesserungsprojekte folgen dem DMAIC-Zyklus: Define (Problem und Ziel definieren), Measure (Ist-Prozess messen), Analyze (Ursachen datenbasiert analysieren), Improve (Lösungen umsetzen) und Control (Verbesserung absichern). Six Sigma nutzt statistische Werkzeuge wie SPC, Prozessfähigkeitsanalysen und Hypothesentests und wird durch qualifizierte Rollen wie Green Belt und Black Belt getragen. Es wird häufig mit Lean Management kombiniert.

Praxisbezug

Ein Hersteller mit hoher Ausschussquote startet ein Six-Sigma-Projekt. Ein Green Belt misst den Ist-Prozess, analysiert die Hauptfehlerursachen statistisch, optimiert die kritischen Prozessparameter und sichert das Ergebnis über eine Regelkarte ab. Die Ausschussquote sinkt messbar und bleibt stabil.

Normbezug

Kein Normbezug; Methode (DMAIC), kombiniert mit ISO 9001 Klausel 10.3

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