Glossar-Begriff · QM-Grundlagen & Methoden

KVP

Kurz:

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist ein dauerlaufender Regelkreis, in dem Verbesserungspotenziale systematisch erkannt, umgesetzt und auf Wirksamkeit geprüft werden. Er versteht Verbesserung als laufende Aufgabe statt als einmalige Aktion und stützt sich auf die Beteiligung der Mitarbeitenden. Der KVP folgt typischerweise dem PDCA-Zyklus und umfasst Analyse, Maßnahmen, Umsetzung und Evaluation.

Definition

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist ein dauerhaft etablierter Regelkreis zur schrittweisen Steigerung der Leistung einer Organisation. Verbesserung wird dabei nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als fortlaufende Aufgabe verstanden. Der KVP umfasst typische Schritte: Probleme und Verbesserungspotenziale erkennen, Ursachen analysieren, Maßnahmen planen und umsetzen, Ergebnisse bewerten und Verbesserungen standardisieren. Er stützt sich stark auf die Beteiligung der Mitarbeitenden, die Verbesserungsvorschläge einbringen. Der KVP wird häufig über den PDCA-Zyklus umgesetzt und ist in Managementsystemnormen als Anforderung an die fortlaufende Verbesserung verankert. Ziel ist eine lernende Organisation, die aus Fehlern und Erfahrungen systematisch lernt und ihre Prozesse, Produkte und Dienstleistungen stetig weiterentwickelt.

Praxisbezug

Ein Metallverarbeiter mit 40 Beschäftigten richtet einen KVP ein, in dem jeder Mitarbeitende Verbesserungsvorschläge in ein zentrales Ideenregister einträgt. Der Qualitätsmanagement-Beauftragte priorisiert die Vorschläge, klärt Zuständigkeiten und Termine. Nach der Umsetzung wird die Wirksamkeit der Maßnahme überprüft, bevor sie als Standard im Arbeitsablauf verankert wird. So werden kleine Verbesserungen regelmäßig sichtbar und die Qualität steigt messbar ohne Großprojekt.

Normbezug

ISO 9001:2015, Abschnitt 10.3

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