Die Arbeitsplatzbeurteilung ist die gezielte Bewertung eines einzelnen Arbeitsplatzes hinsichtlich ergonomischer, physischer, psychischer und organisatorischer Bedingungen. Sie ist eine Form der Gefährdungsbeurteilung und Grundlage für gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung.
Definition
Die Arbeitsplatzbeurteilung ist die systematische Bewertung der Bedingungen an einem einzelnen Arbeitsplatz. Sie erfasst ergonomische, physische, psychische, organisatorische und umgebungsbezogene Faktoren wie Sitzhaltung, Beleuchtung, Lärm, Arbeitsablauf und Belastungsspitzen. Sie ist eng mit der Gefährdungsbeurteilung verbunden und liefert die Grundlage für gesundheitsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen, Arbeitsmitteln und Arbeitsabläufen. Ziel ist es, Fehlbeanspruchungen zu erkennen und durch Maßnahmen zu reduzieren. Die Arbeitsplatzbeurteilung wird regelmäßig und bei Veränderungen aktualisiert und dokumentiert. Sie unterstützt zugleich die arbeitsmedizinische Vorsorge und die ergonomische Optimierung und ist Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Arbeitsschutz.
Praxisbezug
Ein Büroausstatter beurteilt die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter auf Sitzhaltung und Bildschirmarbeit. Er stellt höhenverstellbare Tische und ergonomische Stühle bereit und passt Beleuchtung und Arbeitsabläufe an die Ergebnisse an.
Normbezug
ArbSchG §5