Ein Auditprogramm ist die geplante Gesamtheit aller Audits einer Organisation über einen bestimmten Zeitraum, einschließlich Häufigkeit, Methoden, Verantwortlichkeiten und Berichterstattung. Es legt fest, welche Prozesse wann und mit welchem Umfang auditiert werden, und berücksichtigt die Bedeutung der Prozesse sowie Ergebnisse früherer Audits.
Definition
Ein Auditprogramm ist die strukturierte Planung und Steuerung aller Audits einer Organisation über einen festgelegten Zeitraum. Es umfasst die Festlegung von Auditumfang, -zielen und -kriterien, der Häufigkeit, der Methoden, der Verantwortlichkeiten sowie der Anforderungen an Planung und Berichterstattung. Beim Aufbau des Auditprogramms berücksichtigt die Organisation die Bedeutung der Prozesse, Änderungen, die das Unternehmen beeinflussen, sowie die Ergebnisse früherer Audits. Das Auditprogramm wird fortlaufend überwacht, überprüft und verbessert. Es bildet die Grundlage für die Durchführung einzelner interner Audits und wird als dokumentierte Information aufbewahrt. Die Anforderungen sind in ISO 9001 und die Leitlinien in ISO 19011 geregelt.
Praxisbezug
Ein KMU erstellt zu Jahresbeginn ein Auditprogramm, in dem alle relevanten Prozesse wie Produktion, Vertrieb und Beschaffung mit Terminen und verantwortlichen Auditoren aufgelistet sind. Prozesse mit hohem Risiko oder vielen Reklamationen werden häufiger auditiert. Das Programm wird in der Managementbewertung überprüft und bei Änderungen, etwa neuen Prozessen, angepasst.
Normbezug
ISO 9001:2015 Kl. 9.2.2; ISO 19011