Glossar-Begriff · Audit & Zertifizierung

Internes Audit

Kurz:

Ein internes Audit ist eine systematische und unabhängige Überprüfung des eigenen Managementsystems durch die Organisation selbst, um festzustellen, ob die Anforderungen erfüllt und das System wirksam umgesetzt und aufrechterhalten wird. Es liefert objektive Nachweise, deckt Schwachstellen auf und bereitet auf externe Zertifizierungsaudits vor.

Definition

Ein internes Audit (auch Erstparteien-Audit) ist ein systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess, mit dem eine Organisation ihr eigenes Managementsystem überprüft. Ziel ist es, anhand objektiver Nachweise zu bewerten, ob das System die eigenen Anforderungen und die Anforderungen der zugrunde liegenden Norm erfüllt und ob es wirksam verwirklicht und aufrechterhalten wird. Interne Audits werden in geplanten Abständen auf Basis eines Auditprogramms durchgeführt. Die Auditoren müssen von den auditierten Bereichen unabhängig sein, um Objektivität und Unparteilichkeit zu gewährleisten. Die Ergebnisse werden der zuständigen Leitung berichtet und fließen in Korrekturmaßnahmen sowie die Managementbewertung ein. Interne Audits sind ein zentrales Element des PDCA-Zyklus und dienen der kontinuierlichen Verbesserung.

Praxisbezug

Ein mittelständischer Maschinenbauer auditiert jährlich seine Kernprozesse wie Vertrieb, Entwicklung, Produktion und Beschaffung. Die QMB plant die Audits im Auditprogramm, ein geschulter Kollege aus einem anderen Bereich prüft die Prozesse. Festgestellte Abweichungen werden dokumentiert, Ursachen analysiert und Korrekturmaßnahmen umgesetzt. So erkennt das Unternehmen Schwachstellen frühzeitig und geht gut vorbereitet in das externe Zertifizierungsaudit.

Normbezug

ISO 9001:2015 Kl. 9.2; ISO 19011

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