Glossar-Begriff · QM-Grundlagen & Methoden

FMEA

Kurz:

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ist eine systematische Methode, um potenzielle Fehler in Produkten oder Prozessen frühzeitig zu erkennen, ihre Risiken zu bewerten und durch Maßnahmen zu reduzieren. Sie arbeitet in sieben Schritten von der Planung bis zur Dokumentation und priorisiert Maßnahmen über die Aufgabenpriorität (AP) statt der früheren Risikoprioritätszahl.

Definition

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ist eine teamorientierte Methode zur vorbeugenden Risikoanalyse von Produkten (Design-FMEA) und Prozessen (Prozess-FMEA). Sie identifiziert systematisch mögliche Fehlerarten, deren Ursachen und Folgen und bewertet das damit verbundene Risiko. Die harmonisierte FMEA nach AIAG und VDA gliedert sich in sieben Schritte: Planung und Vorbereitung, Strukturanalyse, Funktionsanalyse, Fehleranalyse, Risikoanalyse, Optimierung und Ergebnisdokumentation. Die Risikopriorisierung erfolgt über die Aufgabenpriorität (AP), die Bedeutung, Auftreten und Entdeckung gewichtet und die frühere Risikoprioritätszahl (RPZ) ersetzt. Ziel ist es, Fehler bereits in der Entwicklung zu vermeiden und die Erkenntnisse in den Produktionslenkungsplan zu übernehmen.

Praxisbezug

Ein Zulieferer für die Automobilindustrie erstellt für ein neues Bauteil eine Prozess-FMEA. Ein interdisziplinäres Team aus Produktion, Qualität und Entwicklung analysiert jeden Fertigungsschritt auf mögliche Fehler. Für kritische Fehler mit hoher Bedeutung leitet das Team Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen ab und übernimmt sie in den Produktionslenkungsplan. So werden Risiken vor dem Serienanlauf reduziert und Kundenanforderungen an die Risikoanalyse erfüllt.

Normbezug

AIAG & VDA FMEA-Handbuch (harmonisiert)

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