Glossar-Begriff · QM-Grundlagen & Methoden

Kaizen

Kurz:

Kaizen ist ein japanisches Prinzip der kontinuierlichen, schrittweisen Verbesserung, das alle Mitarbeitenden einbezieht. Es steht für die ständige Suche nach kleinen Verbesserungen in Prozessen, Produkten und Arbeitsabläufen. Kaizen ist die kulturelle Grundlage von KVP und Lean-Management und wird häufig in strukturierten Workshops umgesetzt.

Definition

Kaizen (japanisch für Veränderung zum Besseren) ist ein Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung, das in der japanischen Qualitätsphilosophie wurzelt. Es geht davon aus, dass Verbesserung nicht nur in großen Sprüngen, sondern vor allem in vielen kleinen, stetigen Schritten erfolgt. Kaizen bezieht alle Mitarbeitenden ein, die ihre Arbeitsabläufe am besten kennen und Verbesserungspotenziale erkennen. Es umfasst die Beseitigung von Verschwendung, die Standardisierung bewährter Lösungen und die fortlaufende Anpassung an veränderte Bedingungen. Kaizen wird häufig in strukturierten Workshops umgesetzt und ist eng mit Methoden wie 5S, KVP und Lean-Management verbunden. Es fördert eine Kultur, in der Verbesserung als ständige Aufgabe aller Beteiligten verstanden wird.

Praxisbezug

Ein mittelständischer Betrieb führt regelmäßige Kaizen-Workshops ein, in denen Mitarbeitende ihre Arbeitsplätze und Abläufe analysieren. In einem Workshop erkennt das Team, dass das häufige Werkzeugwechseln die Rüstzeit verlängert. Gemeinsam entwickeln sie eine neue Werkzeuganordnung und einen standardisierten Wechselablauf. Die Rüstzeit sinkt spürbar, und der verbesserte Standard wird dokumentiert und auf andere Maschinen übertragen.

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