Heijunka ist eine Lean-Methode zur Nivellierung der Produktion, bei der Menge und Produktmix über die Zeit geglättet werden. Sie vermeidet Spitzen und Täler, reduziert Bestände und stabilisiert die Liefertreue.
Definition
Heijunka bedeutet Produktionsnivellierung und glättet die Produktion über die Zeit, statt auf schwankende Kundenbestellungen mit wechselnden Produktionsspitzen zu reagieren. Dabei wird sowohl das Volumen als auch der Produktmix in kleine, gleichmäßige Lose aufgeteilt und rhythmisch verteilt, klassisch über eine Heijunka-Box. Die Nivellierung reduziert Bestände, verkürzt Durchlaufzeiten, erhöht die Flexibilität und stabilisiert die Auslastung von Personal und Maschinen. Sie ist eine Voraussetzung für funktionierendes Just-in-Time, weil ein gleichmäßiger Fluss kleinere Puffer ermöglicht. Die Umsetzung ist anspruchsvoll bei stark schwankender Nachfrage und erfordert eine gute Abstimmung mit Vertrieb und Kunden. Heijunka ist ein fortgeschrittenes Lean-Werkzeug, das auf stabilen Basisprozessen aufbaut.
Praxisbezug
Ein Zulieferer mit stark schwankenden Tagesbestellungen führt Heijunka ein. Statt große Lose eines Produkts zu fertigen, verteilt er den Mix gleichmäßig über die Woche. Die Bestände sinken, die Umrüsthäufigkeit steigt kontrolliert, und die Liefertreue verbessert sich.
Normbezug
Kein Normbezug; Lean-Methode