SMED (Single-Minute Exchange of Die) ist eine Methode zur drastischen Reduktion von Rüstzeiten. Sie trennt interne und externe Rüstvorgänge, wandelt interne in externe um und vereinfacht beide, um kleinere Losgrößen wirtschaftlich zu machen.
Definition
SMED ist eine Methode zur Reduktion von Rüstzeiten, entwickelt von Shigeo Shingo bei Toyota. Das Ziel ist ein Rüstvorgang im einstelligen Minutenbereich. Das strukturierte Vorgehen umfasst drei Schritte: Erstens die Trennung interner Rüstvorgänge, die nur bei stehender Maschine möglich sind, von externen, die bei laufender Maschine vorbereitet werden können. Zweitens die Umwandlung möglichst vieler interner in externe Vorgänge, etwa durch Vorbereitung von Werkzeugen. Drittens die Vereinfachung und Beschleunigung beider Vorgangsarten, etwa durch Standardisierung, Schnellspannvorrichtungen und Parallelisierung. Kürzere Rüstzeiten machen kleinere Losgrößen wirtschaftlich, reduzieren Bestände und erhöhen die Flexibilität. SMED ist eine Voraussetzung für One-Piece-Flow und Just-in-Time bei vielen Varianten.
Praxisbezug
Ein Spritzgießer reduziert die Rüstzeit einer Maschine von zwei Stunden auf zwanzig Minuten, indem er Werkzeuge vorbereitet, Schnellspannsysteme einführt und den Ablauf standardisiert. Er kann nun kleinere Lose fahren und schneller auf Kundenwünsche reagieren.
Normbezug
Kein Normbezug; Lean-Methode