Die Risikomatrix ist ein einfaches Bewertungswerkzeug, das die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß eines Risikos in einer Tabelle kombiniert und daraus ein Risikolevel ableitet. Sie hilft, Risiken zu priorisieren und Maßnahmen gezielt festzulegen.
Definition
Die Risikomatrix ist ein praktisches Instrument der Risikobeurteilung. Auf der einen Achse wird die Eintrittswahrscheinlichkeit eingetragen, etwa von sehr unwahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich, auf der anderen Achse das Schadensausmaß, etwa von geringfügig bis katastrophal. Die Kombination beider Werte ergibt ein Risikolevel, häufig als gering, mittel oder hoch beziehungsweise über ein Ampelschema dargestellt. Auf diese Weise lassen sich Risiken objektivieren und nach ihrer Bedeutung priorisieren. Die Skalen und Schwellenwerte legt die Organisation selbst fest, sodass die Matrix an die Größe und Komplexität des Unternehmens angepasst werden kann. Die Risikomatrix ist ein Hilfsmittel und keine eigenständige Norm; sie wird häufig im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung oder des Risikomanagements eingesetzt und unterstützt die Entscheidung, welche Maßnahmen mit welcher Dringlichkeit umgesetzt werden.
Praxisbezug
Ein Produktionsbetrieb bewertet für seine Gefährdungsbeurteilung jede Gefährdung mit einer 5x5-Risikomatrix. Ein hohes Risiko, etwa bei einer ungeschützten Maschine, erhält sofort eine technische Schutzmaßnahme, während ein geringes Risiko nur beobachtet wird. Die einheitliche Skala macht die Bewertung nachvollziehbar und im Audit leicht erklärbar.