Ein Überwachungsaudit ist ein externes Audit, das eine Zertifizierungsstelle nach der Erstzertifizierung in regelmäßigen Abständen durchführt, um die fortlaufende Konformität und Wirksamkeit des Managementsystems zu überprüfen. Es stellt sicher, dass das Zertifikat seine Gültigkeit behält und das System weiterhin den Normenanforderungen entspricht.
Definition
Ein Überwachungsaudit ist ein externes Audit, das eine akkreditierte Zertifizierungsstelle während der Gültigkeitsdauer eines Zertifikats durchführt, um zu bestätigen, dass das Managementsystem weiterhin konform und wirksam ist. Es findet in der Regel mindestens einmal pro Kalenderjahr statt, außer im Jahr der Rezertifizierung. Im Gegensatz zum Zertifizierungsaudit wird nicht das gesamte System in voller Tiefe, sondern ein risikobasierter Ausschnitt geprüft. Über mehrere Überwachungsaudits hinweg werden alle relevanten Bereiche abgedeckt. Werden schwerwiegende Nonkonformitäten festgestellt, kann die Zertifizierungsstelle das Zertifikat aussetzen oder entziehen. Die Anforderungen sind in ISO/IEC 17021-1 geregelt.
Praxisbezug
Nach der Erstzertifizierung erhält ein mittelständisches Unternehmen jährlich Besuch von der Zertifizierungsstelle. Beim Überwachungsaudit prüft der Auditor ausgewählte Prozesse und die Umsetzung von Korrekturmaßnahmen aus dem Vorjahr. Das Unternehmen nutzt die Gelegenheit, um Verbesserungen zu zeigen und offene Punkte zu klären, damit das Zertifikat dauerhaft gültig bleibt.
Normbezug
ISO/IEC 17021-1