Die Sperrung ist die Kennzeichnung und physische Trennung nichtkonformer oder nicht freigegebener Produkte, um deren unbeabsichtigten Gebrauch oder Versand zu verhindern. Sie ist ein zentrales Element der Lenkung nichtkonformer Ergebnisse.
Definition
Die Sperrung stellt sicher, dass nichtkonforme oder noch nicht freigegebene Produkte nicht in Produktion oder Versand gelangen. Nichtkonforme Ergebnisse werden gekennzeichnet, physisch getrennt und bis zur Entscheidung über ihre weitere Verwendung gesperrt. Typische Maßnahmen sind Sperrkarten, Quarantänelager und gesperrte Bestände im Warenwirtschaftssystem. Die Entscheidung über die weitere Verwendung – etwa Nacharbeit, Reparatur, Sonderfreigabe, Rücksendung oder Verschrottung – trifft eine befugte Stelle und wird dokumentiert. Nach einer Korrektur muss die Konformität erneut verifiziert werden, bevor die Sperrung aufgehoben wird. Eine wirksame Sperrung verhindert, dass fehlerhafte Produkte den Kunden erreichen, und schützt vor Rückruf- und Haftungsrisiken.
Praxisbezug
Im Wareneingang eines Zulieferers stellt die Prüfung bei einer Charge Maßabweichungen fest. Die Ware wird mit einer Sperrkarte gekennzeichnet und in ein Quarantänelager verbracht; die Qualitätssicherung entscheidet über Nacharbeit oder Rücksendung an den Lieferanten.
Normbezug
ISO 9001:2015 Kl. 8.7