Jidoka ist ein Prinzip des Toyota-Produktionssystems, bei dem Maschinen oder Prozesse Abweichungen selbstständig erkennen und automatisch stoppen. Es verhindert, dass Fehler weitergegeben werden, und ermöglicht sofortige Ursachenanalyse.
Definition
Jidoka, häufig als Automation mit menschlichem Verstand übersetzt, ist eine der zwei Säulen des Toyota-Produktionssystems neben Just-in-Time. Das Prinzip: Maschinen und Prozesse erkennen Abweichungen selbstständig und stoppen automatisch, statt fehlerhafte Teile weiter zu produzieren. Dadurch wird verhindert, dass ein Fehler in den nächsten Prozessschritt wandert und dort Folgekosten verursacht. Der Stopp macht das Problem sofort sichtbar und ermöglicht eine direkte Ursachenanalyse an der Quelle. Jidoka wird mit Werkzeugen wie Andon (Sichtbarmachung) und Poka Yoke (Fehlersicherung) kombiniert. Es entlastet die Mitarbeitenden von reiner Überwachung und verlagert ihre Aufgabe auf Verbesserung. Ziel ist eingebaute Qualität statt nachträglicher Prüfung.
Praxisbezug
Eine Montageanlage erkennt über einen Sensor, wenn ein Bauteil fehlt, und stoppt automatisch, bevor das fehlerhafte Produkt weitergeht. Der Bediener behebt die Ursache, dokumentiert die Abweichung und startet die Anlage wieder, ohne dass Ausschuss entstanden ist.
Normbezug
Kein Normbezug; Lean-Prinzip